weites Feld

Der 19. Oktober 2018 war einer jener stillen sonnigen Herbsttage, in dessen Kühle sich der Sommer verabschiedet.

Durch die lang anhaltende Trockenheit führte die Elbe Niedrigwasser, was deren Breite augenscheinlich verringerte und am Ufer Buchten mit Sandstränden zum Vorschein kommen ließ.

Die geringere Strömung des Wassers und eine völlige Windstille schufen eine scheinbar unbewegte Wasserfläche, in der sich der tiefblaue Morgenhimmel mit seinen lockeren Wolken ungetrübt spiegelte.

Hin und wieder wurde die Stille des Morgens von den Rufen der Kraniche belebt, welche sich immer neu formierend als großer Zug gen Süden flogen.

Glückliche Momente, wo man gern verweilt und schaut.

Der Naturpark Schaalsee (Mecklenburg-Vorpommern) wurde 1990 als Großschutzgebiet eingerichtet, um eine einmalige Natur-und Kulturlandschaft mit ihrer Arten- und Biotopvielfalt zu schützen. Mittlerweile wurde dem Naturpark von der UNESCO der Status eines Biosphärenreservats zugesprochen.

Das Gebiet des Schaalsees wurde vor mehr als 12000 Jahren von den gewaltigen Gletschern der sogenannten Weichseleiszeit geformt. Der Schaalsee selbst ist 24 km² groß, dehnt sich in Nord-Süd-Richtung über eine Länge von 13,8 km aus und besitzt eine Tiefe von 72 m.

Viel gibt es zu entdecken, wenn man zum Beispiel auf einer einfachen Radtour in die nähere Umgebung den Modus der gedankenbesetzen, also irgendwie zerstreuten (Nicht-)Wahrnehmung verläßt und im Modus der Achtsamkeit einmal den Blick zur Seite schweifen läßt.

Das Naturschutzgebiet „Boissower See“ liegt inmitten des „Biosphärenreservats Schaalsee“.  Von dem Ort Boissow aus kann man längs eines kleinen Pfades unter hohem Baumwuchs direkt am östlichen Ufer des Sees entlang wandern und erreicht dann schließlich den „Neuenkirchener See“, welcher ebenfalls als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Da der Pfad nahe am Wasser entlang führt, kann man immer wieder mal einen freien Ausblick auf den See genießen.

Die vorliegenden Fotos entstanden am 20. Oktober 2006 zwischen ca. 16.40 und 17.20 Uhr, nachdem wir auf der Durchreise Murnau erreicht und uns unverzüglich an das Ufer des Staffelsees begeben hatten.