weites Feld

Beim Spaziergang in der Natur ist man manchmal von der Wirkung elementarer Einfachheit so begeistert, dass man innehält, um sich in stiller Betrachtung darin zu vertiefen.
Das gilt besonders für jene Momente, die aus einem Zusammenspiel von Sonnenstand, Wolkenbildung und Lichtwirkung entstehen und deren Dauer zeitlich eng begrenzt ist.

Ein Aufenthalt an der Unterelbe, zum Beispiel in Brokdorf, lädt zu Spazier-gängen, Nordic Walking oder ausgedehnten Radtouren ein. Befestigte Uferwege am Fuße des Deiches gewähren fortwährend einen Überblick über das Kommen und Gehen der großen und kleinen Schiffe auf der Unterelbe und auf die Veränderungen am Ufer, welche der Wechsel von Ebbe und Flut  hervorruft. Ausgedehnte Flächen von Schilf und große Gruppen üppig grüner Weiden im Deichvorland verdecken gut die Tristesse der Deichbefestigungsanlagen.

Das etwa 2000 Einwohner zählende Fachwerkstädtchen Lenzen liegt ganz im Nordwesten des Naturparks "Brandenburgische Elbtalaue". Der historische Stadtkern ist noch weitgehend erhalten und wurde zum Teil liebevoll restauriert. Gleichwohl scheinen etliche Häuser vom Zerfall bedroht. Um deren Erhalt ist die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischem Stadtkern" des Landes Brandenburg bemüht.

 

Wenn im April der Löwenzahn seine Blüten an langen Stengeln in die Höhe treibt, erweckt deren Anblick nicht überall Freude. Rasenpuristen ist er ein Dorn im Auge, ein Schandfleck im grünen Flor, den es energisch auszustechen gilt, damit er sich nicht mit Tausenden weißer Flugschirmchen schließlich den ganzen Garten erobert.

Das kleine wendländische Städtchen Hitzacker an der Elbe ist ein beliebtes Ausflugsziel. Malerisch verträumt lädt es zur Entspannung und Erholung ein. Mit dem Fahrrad kann man vom Elbdeich aus die abwechslungsreiche Landschaft der dortigen Elbtalaue sehr gut überblicken. Auch die Jeetzelniederung bietet sich zur Erkundung per Fahrrad an. Zu Fuss lohnt sich ein Aufstieg zum Weinberg, welcher seinen Namen den Rebstöcken am südöstlichen Hang verdankt. Von dort aus kann man weite Ausblicke über die Elbe genießen.

Die meisten Menschen besuchen Hitzacker in der Regel im November. Dann gilt im Wendland die sogenannte fünfte Jahreszeit, auch die grüne genannt, weil wegen des Castortransportes ins oberirdische atomare Zwischenlager Gorleben tausende von Polizisten das Wendland „bevölkern“. Der dortige Salzstock, welcher für die Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll erkundet wird (Foto: Erkundungsbergwerk) , gilt laut vielen Gutachten als hierfür völlig ungeeignet. Auch in dem kleinen Städtchen Hitzacker versammeln sich dann in Camps hunderte von AtomkraftgegnerInnen, um gegen den Transport zu demonstrieren oder diesen durch Blockaden der Schienenstrecke zumindest zeitweise aufzuhalten.