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Es ist Teil der Serie "Freie Kompositionen 2"

Gedanken zum Krieg in der Ukraine 

von Joachim Petersen

Versetzen wir uns noch in das unsägliche Leid, welches die Menschen in den Kampfgebieten der Ukraine täglich erleben: Dauerbeschuss mit Raketen und schwerer Artillerie, Häuserkämpfe und viele Tote auf beiden Seiten, Verwundete, Verstümmelte und schwer Traumatisierte, darunter viele Zivilisten im Kriegsgebiet? Da werden Teile eines Landes auf brutalste Weise von einem Größenwahnsinnigen in die Steinzeit bombardiert. Und wir? Längst beginnt bei etlichen leise der Zweifel zu nagen, ob wir angesichts der Folgen der Sanktionen für uns selbst darin zu weit gegangen sind und daher einen zu hohen Preis zu zahlen haben. Man sehnt sich zurück nach alter Normalität und einem Weiterso wie bisher in den weichen Polstern einer Wohlstandsblase. Es soll damit keineswegs geleugnet werden, dass die Folgen etliche Menschen mit geringem Einkommen hart treffen. Das ist sehr bitter, und hier ist die Politik gefragt!

Aber es geht letztendlich um mehr, viel mehr, und zwar für uns alle! Es geht um die Verteidigung menschlicher Werte, welche Putin hasst, weil er darin nur Dekadenz zu erkennen fähig ist. Aber fragen wir uns doch einmal ganz ehrlich, ob das zähe Beharren auf unserem Wohlgefühl um jeden Preis nicht auch einen Verlust an Mitmenschlichkeit und damit einen Niedergang darstellt. Wenn uns der Nabel wichtiger ist als das Leid anderer Menschen. Der Kampf gegen Putin wird auf der materiellen Ebene allein nicht zu gewinnen sein, wenn unser Wertesystem, welches wir dem Putinschen in härtester Konsequenz entgegenstellen müssen, immer mehr erodiert! Dann wird es Nacht in Europa werden. Und das betrifft uns dann alle!