Der Name dieser Ausstellung ist Programm. Er bezieht sich einerseits auf die verwendeten Materialien der Gestaltung und andererseits auf die thematischen Inhalte.

Die Anordnung der Bilder möchte die Ambivalenz des gegenwärtig Erlebbaren, das Widersprüchliche, das Schöne und das Schreckliche deutlich machen, welches man aushalten und ständig neu in sich ausbalancieren muss, ohne in eine beruhigende oder resignierende Gleichgültigkeit oder gar Hoffnungslosigkeit zu verfallen. Gegensätzlichkeiten können, wenn man sich diesen stellt, zu Reflexionen anregen, zu einer Bereitschaft zu Veränderungen, zu einem engagierten Handeln, welches neu gesetzte Ziele zu verwirklichen anstrebt.

Die Ausstellung wird eingeleitet mit einer Serie von farbigen Arbeiten in Mischtechnik, welche den bezeichnenden Namen „Horizonte“ trägt. Es sind freie Kompositionen, nicht verortbare abstrakte Landschaften, die in ihrer Weite den Blick des Betrachters aufnehmen können. Sie werden durch ein Quartett von freien Landschaften, in schwarzer Tusche gemalt, ergänzt.

Daran schließen sich sogenannte „Handzeichnungen“ an: Naturobjekte, mit dem Bleistift bei sehr genauer Betrachtung modelliert.

Die Arbeiten in dem nächsten Raum zeigen als Gegensatz zum zuvor Gezeigten ausschließlich mit schwarzer Tusche gestaltete Kompositionen, denen man als gemeinsames Merkmal die Bezeichnung „seismografisch“ zuordnen kann: Das Empfinden bedrohlicher Entwicklungen, das sich in grafischen Metaphern, allgemeinen Zeichen ausdrücken kann, wie etwa in stürzenden Linien und Perspektiven, heftigen emotionalen und physischen Bewegungen, Aus- und Auflösungen etc..

Auf Bildtitel wird hier ausdrücklich verzichtet, um beim Betrachter freie Assoziationen zu ermöglichen. Dennoch drängen sich diese teilweise geradezu auf, während andere Bilder mehr Freiraum ermöglichen.

Den Ausklang zu diesen „schwereren“ Arbeiten bieten dann freie Landschaftskompositionen in Aquarell gemalt, welche, wie schon zuvor die „Horizonte“, dem Betrachter wiederum eine andere Welt eröffnen wollen.

Flyer zur Ausstellung (PDF-Datei)   Kurzbiografie